Neufundland – Die raue Schönheit – 12. bis 27. Juni 2027

Buchten mit Eisbergen - Bunte Fischerdörfer - Rauhe Felsenküsten

von Thomas Heitmar

„The Rock“ – so nennen die Neufundländer liebevoll und mit einer Portion Stolz ihre raue, vom Atlantik umtoste Insel. Abgelegen, ursprünglich und vom Massentourismus bislang weitgehend verschont, gilt Neufundland noch immer als Geheimtipp unter Landschafts- und Naturfotografen. Schroffe Klippen, endlose Horizonte, dramatische Wetterstimmungen und eine beeindruckende Tierwelt machen die Insel zu einem wahren Paradies für alle, die das Authentische und Unberührte suchen.

Im Frühjahr bereisen wir diese faszinierende Insel auf der Suche nach verwunschenen Buchten, in denen gewaltige Eisberge lautlos vorbeiziehen. Wir entdecken farbenfrohe Fischerdörfer, deren Holzhäuser sich wie Farbtupfer in die karge Landschaft schmiegen, erkunden zerklüftete Felsküsten und besuchen fotogene Leuchttürme, die seit Generationen Wind und Wetter trotzen. Das wechselhafte Licht des Nordatlantiks sorgt dabei für immer neue, spektakuläre Stimmungen – ideale Bedingungen für eindrucksvolle Aufnahmen.

Neufundland liegt vor der Nordostküste Nordamerikas im Atlantischen Ozean, am äussersten Mündungsgebiet des mächtigen Sankt-Lorenz-Stroms. Durch diese besondere geografische Lage zählt die Küste zu den weltweit besten Orten, um Eisberge zu beobachten. Jedes Frühjahr treiben die eiszeitlichen Giganten aus Grönland mit der Labradorströmung langsam südwärts an der Küste entlang. Aufgrund dieser einzigartigen Naturerscheinung wird dieser Küstenabschnitt von den Einheimischen treffend „Iceberg Alley“ – die Eisberg-Gasse – genannt. Hier bieten sich spektakuläre Motive: leuchtend blaue Eisformationen, die im Kontrast zum dunklen Meer und den rauen Klippen stehen.

Ein besonderes Erlebnis erwartet uns in Bonavista: Beim Whale Watching fahren wir hinaus auf den offenen Atlantik, um die sanften Riesen des Meeres in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Buckelwale, Zwergwale und mit etwas Glück sogar Finnwale ziehen entlang der Küste, tauchen majestätisch aus dem Wasser auf und zeigen ihre gewaltigen Fluken, bevor sie wieder in die Tiefe gleiten. Manchmal durchbrechen sie mit spektakulären Sprüngen die Wasseroberfläche – Momente, die nicht nur Fotografen begeistern. Die Begegnung mit diesen beeindruckenden Meeressäugern, oft vor der Kulisse vorbeiziehender Eisberge, gehört zu den unvergesslichen Höhepunkten einer Reise nach Neufundland.

Ein landschaftlicher Höhepunkt ist zudem der Gros Morne National Park, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Dieses einzigartige Schutzgebiet beeindruckt durch seine aussergewöhnliche Geologie und spektakuläre Szenerie. Gewaltige Fjorde, dramatisch aufragende Tafelberge, weite Hochflächen und stille Seen prägen das Landschaftsbild. Besonders faszinierend sind die sogenannten „Tablelands“, eine rötlich schimmernde Gesteinsformation, die normalerweise tief im Erdinneren zu finden ist und hier durch tektonische Prozesse an die Oberfläche gelangte. Gros Morne ist nicht nur ein Paradies für Wanderer, sondern auch ein Ort, an dem sich die Erdgeschichte eindrucksvoll nachvollziehen lässt – ein Naturwunder von globaler Bedeutung.

Neben der Suche nach beeindruckenden Eisbergen besuchen wir auch das berühmte Vogelreservat Cape St. Mary’s. Auf den steil aufragenden Felsen brüten tausende Seevögel dicht gedrängt nebeneinander – darunter Basstölpel, Trottellummen, Dickschnabellummen, Dreizehenmöwen sowie eine kleine, aber eindrucksvolle Kolonie von Tordalken. Das geschäftige Treiben, das Rauschen der Flügel und die Rufe der Vögel machen diesen Ort zu einem intensiven Naturerlebnis.

Ein weiteres Highlight unserer Reise sind die Papageitaucher-Felsen, wo wir diese charismatischen Seevögel aus nächster Nähe beobachten können. Mit ihren bunten Schnäbeln und ihrem etwas tollpatschigen Wesen zählen sie zu den beliebtesten Fotomotiven der Insel. Im Norden Neufundlands wandern wir zudem auf den Spuren der Wikinger – in Sichtweite der Küste Labradors. Hier, wo vor über tausend Jahren nordische Seefahrer landeten, verbinden sich Geschichte und Landschaft auf eindrucksvolle Weise.

Wir erleben ein raues, wildes und zugleich berührend schönes Neufundland im Frühling – eine Jahreszeit voller Kontraste, in der Eis und erwachende Natur aufeinandertreffen. Neufundland ist ein wenig wie Island – nur ohne die grossen Besucherströme. Wer sich vorab auf diese besondere Reise einstimmen möchte, dem empfehlen wir das Buch „The Shipping News“ von Annie Proulx oder die gleichnamige Verfilmung mit Julianne Moore und Kevin Spacey. Beide Werke fangen die einzigartige Atmosphäre, die Weite und die stille Intensität dieser aussergewöhnlichen Insel auf eindrucksvolle Weise ein.

Highlights

Verwunschene Buchten mit Eisbergen, bunte Fischerdörfer, raue Felsenküsten
Fotogene Leuchttürme
Cape St. Marys Bird Sanctuary, das grösste Vogelreservat Neufundlands
Besuch einer Papageientaucher Kolonie
Eine Whale Watching Boot Tour
Zwei Eisberg Boot Touren
Das UNESCO Weltnaturerbe Gros Morne National Park
Reiseprogramm

1. Tag: Individuelle Anreise nach St. John’s
Ankunft in St. John’s, Neufundland (YYT), individuell. Am späten Abend treffen wir uns im Hotel und beziehen unsere Zimmer für die nächsten zwei Nächte im Herzen der Hauptstadt.

2. Tag: St. John’s, Fischerdörfer und Cape Spear
Heute entdecken wir die lebendige Hauptstadt St. John’s, die malerischen Fischerdörfer der Umgebung und den östlichsten Punkt Nordamerikas: Cape Spear. Der Fokus liegt auf den farbenfrohen Häusern der Stadt sowie den idyllischen Holzhäuschen und Bootsstegen in den umliegenden Dörfern. Höhepunkt des Tages ist der spektakuläre Leuchtturm am Cape Spear, den wir bei Sonnenuntergang fotografisch einfangen – ein perfekter Ort für stimmungsvolle Aufnahmen.

3. Tag: Cape St. Mary’s Bird Sanctuary
Wir verlassen die Stadt und fahren zum Cape St. Mary’s Bird Sanctuary, dem grössten Vogelreservat Neufundlands. Die Landschaft ist geprägt von einer felsigen Küste, in deren Zentrum ein 61 Meter hoher Felsen aufragt, auf dem eine der weltweit grössten Basstölpel-Kolonien brütet. Nur wenige Meter trennen diesen imposanten Felsen vom Festland, was atemberaubende Fotomöglichkeiten bietet. Die Kombination aus wilden Klippen und unberührter Natur macht diesen Ort zu einem unvergesslichen Erlebnis. Übernachtung in der Nähe des Cape St. Mary’s.

4. Tag: Auf der Suche nach Eisbergen & Bonavista
Unsere Reise führt weiter nach Norden. Wir halten Ausschau nach den ersten Eisbergen der Saison und besuchen eine Kolonie von Papageitauchern. Den Abend verbringen wir in Bonavista und geniessen hoffentlich einen eindrucksvollen Sonnenuntergang am Leuchtturm. Die nächsten drei Nächte übernachten wir in Bonavista, um die Umgebung in Ruhe zu erkunden.

5. Tag: Steilküsten und Whale Watching
Heute starten wir an einem beeindruckenden Küstenabschnitt mit dramatischen Steilküsten. Anschliessend steht eine Whale-Watching-Tour auf dem Programm, bei der wir mit etwas Glück Buckelwale, Zwergwale oder sogar Finnwale beobachten können – ein spektakuläres Naturerlebnis.

6. Tag: Papageitaucher & wilde Küsten
Der Tag beginnt mit einem erneuten Besuch bei den Papageitauchern. Sollte die Whale-Watching-Tour vom Vortag wetterbedingt ausgefallen sein, nutzen wir heute den Reservetag. Im Anschluss erkunden und fotografieren wir die wilden Küstenabschnitte der Region, die mit dramatischen Klippen, Felsformationen und dem tosenden Meer beeindrucken.

7. Tag: Twillingate & Crows Head
Wir setzen unsere Reise fort und fahren durch stille Wälder und weite Landschaften bis nach Twillingate und Crows Head, einer kleinen Inselgruppe, die wir für die kommenden zwei Nächte erkunden werden. Die Region begeistert mit fantastischen Küstenabschnitten, imposanten Klippen, bunten Fischerdörfern und hoffentlich haushohen Eisbergen – ein Eldorado für Fotografie-Liebhaber.

8. Tag: Eisberge und Leuchtturm von Twillingate
Heute erkunden wir die verschiedenen Buchten wie Spillar’s Cove. Höhepunkt ist eine Bootstour zu den Eisbergen, die majestätisch im Meer treiben. Den Tag lassen wir am malerischen Leuchtturm von Twillingate ausklingen und geniessen den Sonnenuntergang.

9. Tag: Gros Morne Nationalpark
Wir fahren weiter an die Westküste Neufundlands in den Gros Morne Nationalpark, ein UNESCO-Weltnaturerbe. Berühmt ist der Park für seine aussergewöhnliche geologische Vielfalt. Besonders die „Tablelands“ beeindrucken: eine wüstenartige Mondlandschaft aus rotem Gestein, die offenliegende Erdkruste zeigt. Übernachtung in der Nähe der Tablelands.

10. Tag: Wanderung & Fotografie im Gros Morne
Am Vormittag erkunden wir die Tablelands zu Fuss. Die einzigartige Landschaft und die einheimische Flora, darunter die fleischfressenden Pitcher Plants, bieten zahlreiche Fotomöglichkeiten. Anschliessend besuchen wir das verschlafene Fischerdorf Trout River, dessen malerischer Hafen ideale Motive bietet. Den Abend verbringen wir am Lobster Cove Head Leuchtturm, bevor wir in Rocky Harbor übernachten.

11. Tag: Nordneufundland & Arches Provincial Park
Heute fahren wir weiter nach Norden nach Saint Lunaire-Griquet. Unterwegs besuchen wir den Arches Provincial Park, wo wir die beeindruckenden Felsentore fotografieren, sowie den Point Riche Leuchtturm bei Port au Choix. Die Region ist zudem für Karibus bekannt. Übernachtung für die nächsten zwei Nächte in Saint Lunaire-Griquet.

12. Tag: Wikinger & Eisberg-Bootstour
Wir besichtigen die historische Wikingersiedlung L’Anse aux Meadows National Historic Site, ein faszinierendes Zeugnis der nordischen Entdecker. Anschließend steht eine Bootstour zu den vorbeiziehenden Eisbergen auf dem Programm. Den Sonnenuntergang geniessen wir an einem malerischen Leuchtturm mit Blick auf Labrador.

13. Tag: Rückfahrt zum Gros Morne
Unsere Fahrt führt zurück in Richtung Süden zum Gros Morne Nationalpark. Hier geniessen wir nochmals die wilde Küste und die unberührte Natur. Übernachtung erneut in Rocky Harbor.

14. Tag: Wasserfälle & historische Brücken
Die Reise führt weiter Richtung Osten. Unterwegs stoppen wir an einem beeindruckenden Wasserfall und fotografieren einige historische Brücken, die der Gegend ihren besonderen Charme verleihen. Übernachtung in der Nähe von Gander.

15. Tag: Rückkehr nach St. John’s
Auf dem Rückweg in die Hauptstadt St. John’s machen wir mehrere Fotostopps an der Küste, unter anderem bei bunten Bootshäusern und einem alten Schiffswrack. Übernachtung in St. John’s.

16. Tag: Abreise
Heute endet unsere Reise. Wir treten den individuellen Rückflug von St. John’s an, mit Ankunft in Europa am folgenden Tag.

Wir behalten uns vor, das Reiseprogramm den Wetterbedingungen vor Ort anzupassen.

3 bis 6 Teilnehmende

5 freie Plätze
Nur noch 2 Buchungen bis zur definitiven Durchführung

Status der Durchführung

Die Durchführung ist bis zum Erreichen der Mindestteilnehmerzahl offen.

SchwerpunktPreisInklusiveExklusiveAnforderungAusrüstungGut zu wissen
  • Landschaftsfotografie, Reisefotografie, Natur- und Tierfotografie
  • Verwunschene Buchten mit Eisberge, bunte Fischerdörfer, raue Felsküsten und
    fotogenen Leuchttürme
  • Bass Tölpel Kolonie, Papageitaucher
  • Whale Watching Boot Tour
  • Eisberg Boot Touren
  • CHF 8200.- pro Person im Doppelzimmer. Bitte merke, sollte das Doppelzimmer nicht gefüllt werden können, wird ein Einzelzimmer verrechnet
  • CHF 8950.- pro Person im Einzelzimmer
  • Bei der Buchung ist eine Anzahlung von CHF 2750.- zu leisten. Die Restzahlung erfolgt bis spätestens 60 Tage vor Beginn der Fotoreise
  • Bitte beachte die AGB von Thomas Heitmar Fotografie
  • Alle Transporte ab/bis Hotel in St. John’s zu allen Foto-Locations und Unterkünften
  • 15 Übernachtungen in Mittelklasse Hotel
  • Alle aufgeführten Eintritte in die National Parks
  • 1 x Whale Watching Tour
  • 2 x Eisberg Touren
  • Reiseleitung durch den Profifotografen Thomas Heitmar in Deutsch und Englisch
  • Umfangreiche Reiseunterlagen
  • Individuelle An- und Rückreise nach/von St. John’s (YYT)
  • Flughafengebühren und Taxen
  • Alle Mahlzeiten (Frühstück, Mittag- und Nachtessen) und Getränke
  • Persönliche Ausgaben
  • Trinkgelder für die Boot Tour Guides
  • Allfällige Visagebühren
  • Annullationskostenversicherung, Reiseversicherung
  • Diese Fotoreise ist für fortgeschrittene Fotografinnen und Fotografen geeignet.
  • Du besitzt Grundkenntnisse in der Fotografie (Blende, ISO, Belichtungszeit), kennst deine Kamera und bist in der Lage die empfohlenen Kameraeinstellungen eigenständig vorzunehmen.
  • Digitale Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera mit Wechselobjektiven (Unabhängig der Kameramarke)
  • Du verfügst über eine gute Grundkondition und Beweglichkeit. Der Einstieg in die Boote erfordert teilweise etwas Trittsicherheit. Auch solltest du in der Lage sein an kurzen Wanderungen teilzunehmen.
  • Digitale Kamera
  • Objektive von Weitwinkel bis leichtes Tele (14mm – 200mm für Landschaft; 100-400mm für Tiere)
  • Kameratasche oder Fotorucksack
  • Gutes Reisestativ
  • Bequeme und Warme Outdoor Bekleidung, gute Schuhe
  • Regenjacke und Regenhose
  • Du erhältst eine ausführliche Packliste
  • Die beste Reisezeit für Eisberge und Wale in Neufundland ist im Juni. Das Klima ist einigermassen mild. Die Tagestemperaturen erreichen durchschnittlich 15°C bis 21°C.
  • Sonnenaufgang ist um ca. 05.00h und Sonnenuntergang um ca. 21:00h. Wir werden uns jeweils vor Ort entweder auf den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang konzentrieren. Beides an einem Tag werden wir nur ausnahmsweise machen, dann aber mit einer Pause am Tag, damit wir etwas Schlaf vor-/nachholen können.
  • Die Verpflegung (Frühstück, Mittagessen und Nachtessen) ist nicht inkludiert. Bei einigen Hotels aber trotzdem ein Continentales Frühstück mit dabei. Für das Mittagessen werden wir uns in der Regel etwas einkaufen und dieses unterwegs einnehmen. Restaurantbesuche am Mittag sind nicht geplant, können aber je nach Situation, Wetter oder Zeitmanagement dennoch vorkommen. Wir haben an den Abenden jeweils ein frühes Nachtessen eingeplant, so dass wir nach dem Nachtessen zu unseren Abend-Fotosessions aufbrechen können.
  • Der Kanadische Dollar liegt bei rund 0.60 CHF/CAD (Stand Februar 2026). Ein Menü kostet rund 20-30 kanadische Dollar.
  • Preisänderungen sind vorbehalten, insbesondere durch Wechselkursschwankungen.

Reiseleitung: Thomas Heitmar


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